Still aus dem Film 'Markus Raetz' (2007) von Iwan Schuhmacher; Quelle: www.artfilm.ch

Eine schöne Übereinstimmung: just am 6. Juni, zu Beginn unserer Projektwoche rund um das Werk des Schweizer Künstlers, wurde Markus Raetz 70 Jahre alt.
Markus Raetz wuchs in Büren auf, absolvierte die Ausbildung zum Primarlehrer in Münchenbuchsee und Bern. Nach kurzer Berufspraxis wechselte er in die Kunst, wo bald wichtige Ausstellungsmacher wie Harald Szeemann und Jean-Christopphe Ammann auf ihn aufmerksam wurden. So konnte Raetz bereits 1968 Arbeiten an der Dokumenta 4 in Kassel und 1969 in der berühmten Szeemann-Ausstellung 'When Attitudes become Form' in der Kunsthalle Bern zeigen.
Die Kunst von Markus Raetz beschäftigt sich mit der visuellen Wahrnehmung. Er schafft Objekte und Situationen, bei denen man sich spielerisch und lustvoll der Art und Weise bewusst werden kann, wie unsere Augen, zusammen mit dem Gehirn, Bilder entstehen lassen. Raetz zeigt uns dabei, dass 'Sehen' nur zusammen mit unserer Bewegung im Raum Sinn ergeben kann, und dass vieles nicht so 'ist', wie es 'aussieht'.
siehe dazu auch: Peez, Georg / Schacht, Michael: Die eigene Wahrnehmung spüren. Wahrnehmungsbewegungen in Pädagogik und Kunst - exemplarisch dargestellt an einer Anamorphose von Markus Raetz. In: PÄD-Forum, Heft 2, April 1998, S. 170 - 173


Seit August 2004 gibt es an der OS Drei Linden in Basel Klassen mit inhaltlichen Schwerpunkten. Die Klasse 1a - 3a (2010 - 13) ist eine davon. Die Schülerinnen und Schüler haben zwei Lektionen pro Woche mehr als andere Zeit, um sich mit ihrem Schwerpunkt, der Kunst und Gestaltung, zu befassen. Hier werden immer wieder Resultate und Erlebnisse aus ihrem Unterricht gezeigt. Weitere Stories zu diesem Projekt...