Bei dem Projekt STRASSENMUSIK, dass von Markus Fikentscher zusammen mit der Klasse 2cd am Kirschgarten initiiert wurde, haben sich während der Initiierung drei Interessengruppen herausgebildet. Die Gruppe, die selbst Strassenmusik machen wollte, war die kleinste. Die beiden anderen Gruppen, die Strassenmusiker und deren Repertoire etwas in Erfahrung bringen wollte und die, die sich vor die Rezipienten (Passanten, Zuhörer) interessierte, waren in etwa gleich gross.

Jede Gruppe hatte einen verantortlichen "Gruppensprecher zu bestimmen. Insgesamt fanden aber alle Gruppeninternen Entscheidungen basisdemokratisch oder "anarchisch" statt.

Die Projektdurchführung stand unter dem Vorzeichen eines sehr eingeschränkten zeitliche Rahmens: möglich waren offiziell nur 4 Freitage mit je einer Doppelstunde, dies vormittags, von 9 Uhr 25 bis 11 Uhr 15, - eine für Strassenmusik eher ungünstige Zeit. Andere zeitliche Möglichkeiten wurden erörtert, erwiesen sich aber als nicht zu verwirklichen. Einige Gruppenmitglieder ergänzten daher auf Eigenititiative beispielsweise an einem Samstag die Ergebnisse.

Es ging jedoch, wie bei einem Projekt zu wünschen, nicht in erster Linie um Resultate, sondern um Prozesse, Erweiterung sozialer Kompetenzen und Selbstkompetenzen, was die Gruppe betraf, ausserschulische Lernerfahrung und beispielsweise auch den Umgang mit Reinfällen oder die dennoch erfolgreiche Verwendung spärlichen Materials, wie sich zeigte. So war am Ende der Projektdurchführung die mündliche Präsentation der drei Gruppen, die im Klassenzimmer bzw. im Medienraum der Schule stattfand, in allen drei Gruppen sehr geschickt gemacht, präzise in der Verteilung auf alle Beteiligten und so wurde beispielsweise das Kaschieren kleinerer Misserfolge ausserhalb des Schulgebäudes bei dieser mündlichen Präsentation mit grosser Kunstfertigkeit bewerkstelligt. Auch die Entwicklung solcher Fähigkeiten erwiesen sich somit als Bestandteil des Projekts.