Im Februar 2006 nahm die Abschlussklasse 3b der OS Wasserstelzen einen Filmprojekt in Angriff. Unter der Leitung der Klassenlehrerin Dorothée Ziegler und der Zeichnungslehrerin Chari Santos war das Thema des Berufsalltags in Riehen zu porträtieren.

Ziel der Filmreihe war es, vier in Riehen berufstätige Menschen in ihrem Arbeitsfeld vorzustellen. Nach den Grundregeln des Dokumentarfilms erarbeiteten die SchülerInnen eigenhändig die Interviewfragen sowie die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Arbeitsbetrieben. Nach der Gestaltung der Ideenskizze, des Storyboards und des Drehbuchs beziehungsweise des Drehplans waren die SchülerInnen inhaltlich auf die Umsetzung vorbereitet.

Zu diesem Filmprojekt gehörte auch das Erlernen von Gestaltungsmöglichkeiten mit der Kamera (Bildeinstellungen, Perspektiven, Licht, Ton etc.). Nach der technischen Einführung gingen die SchülerInnen selbständig und mit der notwendigen Technik ausgerüstet zum Drehort und sammelten nach einem vorstrukturierten Ablauf gutes Filmmaterial.

Nach dem Drehen war die Montage am Computer angesagt. Auch hier bekamen die SchülerInnen eine kurze Einführung in die Schnitttechnik. Eigenhändig visionierten sie die einzelnen Sequenzen und wählten die brauchbaren Szenen aus. So entstanden im letzten Monat vor den Sommerferien die fertigen Filmbeiträge.

Über fünf Monaten konnten sich die SchülerInnen zweimal pro Woche intensiv mit dem Filmprojekt auseinandersetzen. Als Schlussevent wurde der Film am 29. Juni 2006 in der Aula der OS Wasserstelzen einem engeren Publikum gezeigt. Siehe Zeitungsbericht der Wirtschaftsförderung in Riehen.

Während der für die SchülerInnen lehrreichen Zeit konnte man feststellen, wie sie das Projekt fesselte. Es war nicht immer möglich, während den Schulstunden an den verschiedenen Orten zu filmen, deswegen arbeiteten die SchülerInnen auch in ihrer Freizeit daran. Der Einsatz der Klasse war bewundernswert. Zum Schluss der Arbeit waren alle froh die Filmreihe endlich „im Kasten“ zu haben.

Auch für uns Lehrerinnen war es spannend in Form eines Jobsharings so ein langfristiges Projekt durchzuführen. Erst durch diese Aufteilung war es uns möglich die Arbeit vertieft und präzise auszuführen.