Ein Bericht & Mind Map


Wer wird im Vogelsang aufgenommen

Das Durchgangsheim «Im Vogelsang» bietet 13 Plätze (+ 1 Notfallplatz) für Knaben und Mädchen im Alter von 7-12 Jahren. Am Häufigsten werden Kinder aufgenommen, die aus erzieherischen, sozial oder psychisch überlasteten Familien stammen. durch die Behörde (insbesondere Polizei und Jugendanwaltschaft) werden auch Jugendliche wegen strafbaren Handlungen ins Vogesang eingewiesen. Manchmal kommen Kinder ins Heim, deren Eltern vorübergehend aus medizinischen oder gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, ihre Kinder selbst zu betreuen. Hin und wieder werden auch Kinder aufgenommen, welche aus einer Pflegefamilie oder einem Heim stammen und für diese eine andere Lösung gefunden werden muss. Schwer geistig oder körperlich behinderte Kinder oder solche die drogenabhängig sind, werden nicht aufgenommen.

Aufenthaltsdauer

Die kleinen Patienten bleiben nicht ewig im Durchgangsheim. Der Aufenthalt kann von ein paar Stunden mit max. 12 Monaten dauern. Meistens sind die Patienten 3-4 Monate im Vogelsang. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass die Aufenthaltszeit so kurz wie möglich und so lange wie notwendig ist. Wenn denkbar, geht das Kind über das Wochenende nach Hause.

Betreuung

Während der Zeit im Heim, wird eine Zukunftslösung für das Kind gesucht. Dabei wird an erster Stelle die Rückplatzierung in der Ursprungsfamilie engestrebt und erst an zweiter Stelle komme eine Fremplatzierung (in einer Pflegefamilie oder einer entsprechenden Institution) in Frage.
Die Kinder werden nicht nur einzeln, sonder mit seinem familiären und sozialen Umfeld wahrgenommen. Dies ist eine wichtige und notwendige Voraussetzung für die pädagogische Arbeit. Für jeden einzelnen Fall ist der Heimleiter und ein/e Sozialpädagog/in verantwortlich. Nach auftrag und Absprache kann das Kind auch psychiatrisch betreut werden.

Fachpersonal

Im Durchgangsheim Vogelsang arbeiten 18 Personen. Es wird Schichtarbeit geleistet, damit ein 24-Stundenbetrieb garantiert ist und jeder Zeit kleine Patienten aufgenommen werden können. Pro Semester hat das Heim je 2 Praktikant/innen, welche im Heim arbeiten und ihre Erfahrungen sammeln.

Rundgang durchs Haus

Das Haus ist gemütlich eingerichtet. Es verfügt über 1er, 2er und 3er Zimmer. Alle Schlafräume sind mit Betten, Pulten, Schränken und Spielsachen asugestattet. Mädchen und Jungs schlafen getrennt. In einer Etage befindet sich ein Aufenthaltsraum mit einem Computer mit Computerspielen, der sehr beliebt ist. Ebenso steht ein Fernseher mit einer grossen Auswahl an Videofilmen zur Verfügung. Im Untergeschoss des Hauses gibt es einen Werkraum mit Basteltischen, einem Klavier und kästen voller Bastelmaterial. Dann natürlich auch eine Küche, in der zweimal pro Tag von Angestellten gekocht wird. Zwei grosse Essräume, welche schön dekoriert sind, befinden sich auch auf dem selben Stock.

Schule

Die Kinder gehen, wenn möglich, zur Schule. Das Heim verfügt über einen eigenen Schulbus, der die Kinder morgens in die Schule fährt und auch wieder abholt. Für Kinder, welche die ursprüngliche Schule nicht weiter besuchen können, besteht die Möglichkeit, am Unterricht der internen Schule im Heim teilzunehmen. Diese existiert seit dem Jahr 2000 und wird von 2 Lehrkräften, die eine sozialpädagogische Ausbildung haben, geleitet. Das Heim organisiert auch ein Sommer- und Winterlager.

Persönlicher Eindruck

Leider haben wir vom Leben selbst im Heim nichts mitbekommen. Wir waren nur kurz im Haus, als uns die Räume gezeigt wurden. Das Gespräch mit Frau Fischbacher fand in einem kleinen Nebenbau des Vogelsangs statt.
Ich finde es traurig, dass es solche Institutionen gibt, aber auf der anderen Seite ist es gut zu wissen, dass solche Anlaufstellen existieren, die helfen aus Krisensituationen herauszufinden.
Was ich wichtig finde ist, dass man einen vertrauensvollen Austausche und eine gute Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit sowie unter den Mitarbeitern hat, um eine erfolgreiche und effiziente Arbeit zu leisten.


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